KLINGER Fluid Control

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Technik und Entwicklung
Produktentwicklung und technische Unterstützung




Die Philosophie der Entwicklungsabteilung

Umwelt- und sicherheitsrelevanten Fragen widmen wir besondere Aufmerksamkeit. Aus diesem Grund steht der Name KLINGER für Produkte die auf höchstem Qualitätsniveau und neuestem Stand der Technik entwickelt werden.

Entwicklung und Technik

Der steigende Energiebedarf führt zur laufenden Erweiterung und zum Ausbau der Transport- und Verteilungssysteme. Sowohl die Betriebsdrücke der Armaturen als auch ihre Dimensionen vergrößern sich seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts sprunghaft. Um den Kundenanforderungen erfolgreich gerecht werden zu können, achten wir deshalb auf die ständige Weiterentwicklung unserer Produktlinien.

Die Konzentration der drei Eckpfeiler Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von Industriearmaturen in Gumpoldskirchen macht KLINGER Fluid Control heute zu einem der weltweit führenden Anbieter von innovativen und hochqualitativen Armaturen.

Das Leistungsspektrum unserer Entwicklungsabteilung umfasst:

  • Konstruktion
  • Bau von Prototypen
  • Technische Prüfung bzw. Abnahme
  • Laufende, technische Produktbetreuung
  • Das technische Marktservice


In der Konstruktion und Entwicklung werden Armaturen und Anzeiger auf modernen parametrischen 3D CAD-Arbeitsplätze (CAD = Computer Aided Design) modelliert und bis zur Fertigungszeichnung weiter entwickelt.



Während der Entwicklung werden 3D-Modelle von kritischen Bauteilen mittels Finite Elemente Methode (FEM) auf die zulässigen Spannungszustände, unter Berücksichtigung der jeweiligen Mediumsdrücke, Temperatur- und Umgebungseinflüsse überprüft und entsprechend ausgelegt bzw. optimiert. Für die Auslegung der einzelnen Teile einer Armatur werden auch weiterhin Festigkeitsberechnungen nach Normen und Richtlinien auf konventioneller Basis durchgeführt.
Anschließend werden sowohl 3D-Modelle als auch 2D-Zeichnungsableitungen, die in der Entwicklungsabteilung erzeugt wurden, in der Produktionsabteilung zur Fertigung von Einzelteile und zur Montage der Armatur verwendet.

Die rasanten Verbesserungen und Entwicklungen der CAD-Software ist eine Herausforderung für unser technisches Personal. Wir sind stets bemüht die technischen Fortschritte optimal zu nutzen und unsere Kompetenzen konsequent auszubauen. Daher haben wir z.B. die CAD-Daten in ein ERP-System (=Enterprise Resource Planing) integriert um eine eindeutige prozesssichere Dokumentation zu erhalten.

Das technische Marktservice

Das technisches Marktservice fungiert als technische Kommunikationsbrücke zwischen der Entwicklungsabteilung und den einzelnen Vertriebspartnern im In- und Ausland einerseits, sowie Lizenznehmern und produzierenden Partnerfirmen andererseits.


Die Kooperation mit Ausbildungsstätten

Die technische Kooperation mit Ausbildungsstätten, wie z.B. der Technische Universität Wien oder der Höhere Technische Lehranstalt Eisenstadt ist uns besonders wichtig.

Solche Synergien sind für beide Partner wertvoll: Wissenschaftliche Grundlagen treffen auf umfassendes, praktisches Know-How. Unterstützt durch die jugendliche Dynamik, führen diese Kooperationen zu überraschenden Lösungen, aber auf jedem Fall zu zufriedenen Kunden.


Konstruktion und Produktdesign

Aufgrund der hohen Nachfrage aus Asien in den letzten Jahren, sind die Materialpreise rasant gestiegen. Wir sind laufend dabei Material- bzw. Strukturoptimierungen dem Einsparungspotenzial durchzuführen.

Für Gütesicherung im Armaturenbau sind dabei richtige Gestaltung, Bemessung, Fertigung und Werkstoffwahl von entscheidender Bedeutung. Einen umfangreichen Teil dieser sicherheitstechnischen Beurteilung stellt die Festigkeitsberechnung der Armaturen dar.

Deswegen werden folgende Aufgaben während des gesamten Produktlebenszyklus konsequent durchgeführt:

  • Entwicklungsbegleitende Berechnungen für die Bauteiloptimierung noch in der Entwicklungsphase um Schwachstellen am Bauteil so früh wie möglich zu erkennen
  • Optimierung von Serienbauteilen durch Abbau von Spannungsspitzen, Gewichtsreduzierung sowie eventuelle neue Werkstoffauswahl
  • Simulation des Bauteilsverhalten bei Betriebsbelastung (numerisch und/oder auf Prüfständen)


FEM - Finite Elemente Methode

Der Einsatz von Armaturen, unter Beachtung der technischen Anforderung und vor allem größtmöglicher Sicherheit, setzt voraus, dass man die vorhandenen Spannungen und Deformationen unter Betriebsverhältnissen beherrscht. Deswegen wird die traditionelle Produktentwicklung durch Simulationstechnologien nach der Finite-Elemente Methode (FEM) ergänzt.


Ergebnis einer FEM-Berechnung
(Verschiebung durch Belastungseinfluss)


Die 3D-Geometrie wird mit den äußeren Belastungen und Lagerungen versehen sowie mit den relevanten physikalischen Eigenschaften. Das numerische Berechnungsverfahren ermittelt dann die örtlichen Beanspruchungen mit großer Genauigkeit.

Diese Ergebnisse ermöglichen:

  • die Simulation von verschiedenen physikalischen Einflüssen bei komplizierten Strukturen. Somit werden negative Einflüsse rechtzeitig erkannt und bewertet. Eine dementsprechende Optimierung der Konstruktion wird durchgeführt.
  • die Reduktion von Versuchen an Prototypen und Armaturen. Die FEM ermöglicht es, teuere und zeitintensive Versuche zielgerichtet auf ein notwendiges Maß zu reduzieren, ersetzt diese jedoch nicht vollständig. Vielmehr werden dadurch die Ergebnisse ergänzt und verifiziert.
  • die Verkürzung von Entwicklungszeiten. Unnötige Entwicklungszyklen werden im Entstehungsprozess somit vermieden.

Die gewonnenen Erkenntnisse der untersuchten Armaturen werden auf andere Nennweiten übertragen.

Spezielle Marktwünsche können auf diese Weise rasch und professionell überprüft und umgesetzt werden. Wir bemühen uns stets die Kunden- sowie normative Anforderungen sorgfältig zu erfüllen.


Bau und Testen von Prototypen

Die in der Entwicklungsabteilung erstellten Entwürfe werden in der Versuchsabteilung in Form von Prototypen auf Prüfständen getestet. Die dabei ermittelten Ergebnisse fließen wiederum in die weitere Konstruktion ein, solange bis das Produkt Marktreife mit KLINGER-Niveau erreicht hat.